Der Name Doyle sagte mir sofort etwas. Das Golden Horse. Pub mit Hinterzimmergeschäften. An welche Regeln Doyle sich wohl nicht gehalten hatte, war nicht schwer zu erraten. Das Geld floss nur in eine Richtung. Wenn es nicht mehr floss, tja, dann war etwas nicht mehr in Ordnung. Ich verlagerte in einem Anflug von Ungemach das Gewicht. Der Umstand aber war nicht genug, Mulligam regte sich direkt erstmal über die Iren auf. Ich habe in meinem Leben viele Iren kennengelernt. Dumm waren sie nicht, aber sie fielen oft unkluge Entscheidungen. Zu schade, dass unser Superintendant auch einer von der Sorte war.
Mulligan war noch am Toben als hinter ihm am Fenster eine Dohle landete und begann auf dem Absatz der Backsteine herum zu stolzieren wie auf einem Pier. Ich stieß ungeduldig die Luft aus. Und dann kam diese Anweisung. Ich drehte mich halb weg, fassungslos über die Tatsache, dass ich gerade mit Otis Rhode auf einen Botengang geschickt wurde. Der Fluch lag mir schon auf der Zunge, aber Rhode ergriff das Wort als hätte der verklemmte Mistkerl es geahnt. Finster konnte ich mich nur wieder Mulligan zuwenden und ihn dunkel anstarren. An die Arbeit. Verdammte Scheiße. “Ja, Sir“, antwortete ich emotionslos und folgte Rhode nach draußen wo ich erst einmal tief Luft holte um nicht Feuer zu speien. Mein Blick fiel auf den Sergeant, der noch immer neben der Tür auf uns wartete. Mit dem Daumen deutete ich auf den Mann. “Hast du jetzt zwei von der Sorte?! Hat Cyneburg dir nicht gereicht?“, fragte ich mit bissigem Hohn. Hervorragende Möglichkeit um Mulligans beschissene Pläne schnell wieder zu vergessen.

