Ungebrochen paternalistisch fuhr ich fort: „Die Welt hat sich verändert seit '29. Das hast du nicht so erlebt, ich weiß. Du bist noch so jung.“ Ich machte eine Pause der höhnisch gespielten Nachsicht. „Aber sie hat es. Das nicht zu merken hat deinen Vater baumeln lassen. Sei nicht genauso däml -...“ Der Prinz konnte nicht weiter schweigen. Er konnte es einfach nicht. Er mochte die kalte Gelassenheit besitzen, aber seine Gefolgschaft tat das nicht und sie wurde unruhig. „Holt ihn euch“, knurrte er ungehalten. Der Vernarbte hatte nur darauf gewartet. Er stürmte voran, ein zweiter folgte ihm. Mein Atem wurde langsam, flach, die Anspannung erreichte ihren Höhepunkt und flachte dann ab. Hin zu diesem unvergleichlichen Gemütszustand des Kampfes, dann wenn alles seinen Sinn bekam. Cyneburg hielt sich hinter mir, unbeachtet. Erst im letzten Augenblick schnellte sie hinter dem Schatten des Schreibtisches hervor und ging dem Vernarbten an die Kehle. Er gab einen gurgelnden Schrei des überraschten Entsetzens von sich. Ich parierte den ersten Schlag meines Angreifers, rammte ihm den Ellbogen in Richtung Kiefer, um ihn auf Abstand zu halten und bemerkte, dass ein Dritter seinen Freunden zu Hilfe kommen wollte. Die Formation der Gruppe zerfiel.
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Society of Trouble's what you're in Rudeness
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Ardin gab Doyle nicht frei. Natürlich nicht. Für wie dumm hielten diese Jungspunde uns?! „Hätten wir“, gestand der Prinz auf Ardins Erwiderung hin. „Aber so sehr hängen wir dann auch nicht an ihm.“ Doyle stöhnte hörbar auf in seiner nicht gerade beneidenswerten Position, Ardins Messer noch immer an der Kehle. Halb drehte der Prinz sich zu seinen Männern um, sah dann wieder zu uns hinüber und zuckte mit den Schulter. „Wenn ihr seinen Arsch so gern behalten wollt.“ Das Publikum gröhlte. „Wir streiten uns nicht. Nicht darum.“ Der Blick des Prinzen wurde eisig. „Ich würde sagen, es war ein Glücksfall. Als unser Doyle heute den Jungen losgeschickt hat, da wusste ich nicht, ob ihr so dumm wärt noch hier zu sein. Aber so wie es aussieht, könnt ihr uns helfen ein Beispiel zu setzen...“ Der Prinz bleckte die Zähne zu einem ekelhaften Grinsen. „...und zwar, dass IHR HIER nichts mehr zu suchen habt!“ Ich sog die stickige Luft ein, gab ein kopfschüttelndes 'ts' von mir, sobald das Siegesjohlen der O'Connell Gefolgschaft verklungen war. „Dein Ehrgeiz in allen Ehren, Junge, aber das ist eine Nummer zu groß“, begann ich in väterlicher Gelassenheit. Der Vernarbte spuckte ungehalten aus. Der Prinz wirkte zum ersten Mal eine Spur unentschlossen. Vielleicht hätte er mehr Einschüchterung erwartet. Mehr Angst in den Augen seines Gegenübers. Und ich hatte Angst. Scheiße, und wie mir diese Situation Angst einflößte. Meine Muskulatur hatte sich vor lauter Anspannung verhärtet, meine Handflächen waren klamm und feucht. Aber ich war zu alt, zu lang auf diesen Straßen, um die Angst noch bis in mein Gesicht dringen zu lassen. Ich hätte nicht so lange überlebt, wenn ich nicht gelernt hätte mit der Angst umzugehen. „Du hast einen großen Namen, setz den Karren nicht direkt in den Sand.“ – „Halt's Maul!“, zischte der Prinz. Mh. Arrogant waren wir also.
Ungebrochen paternalistisch fuhr ich fort: „Die Welt hat sich verändert seit '29. Das hast du nicht so erlebt, ich weiß. Du bist noch so jung.“ Ich machte eine Pause der höhnisch gespielten Nachsicht. „Aber sie hat es. Das nicht zu merken hat deinen Vater baumeln lassen. Sei nicht genauso däml -...“ Der Prinz konnte nicht weiter schweigen. Er konnte es einfach nicht. Er mochte die kalte Gelassenheit besitzen, aber seine Gefolgschaft tat das nicht und sie wurde unruhig. „Holt ihn euch“, knurrte er ungehalten. Der Vernarbte hatte nur darauf gewartet. Er stürmte voran, ein zweiter folgte ihm. Mein Atem wurde langsam, flach, die Anspannung erreichte ihren Höhepunkt und flachte dann ab. Hin zu diesem unvergleichlichen Gemütszustand des Kampfes, dann wenn alles seinen Sinn bekam. Cyneburg hielt sich hinter mir, unbeachtet. Erst im letzten Augenblick schnellte sie hinter dem Schatten des Schreibtisches hervor und ging dem Vernarbten an die Kehle. Er gab einen gurgelnden Schrei des überraschten Entsetzens von sich. Ich parierte den ersten Schlag meines Angreifers, rammte ihm den Ellbogen in Richtung Kiefer, um ihn auf Abstand zu halten und bemerkte, dass ein Dritter seinen Freunden zu Hilfe kommen wollte. Die Formation der Gruppe zerfiel. |
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