Mit erbitterter Ruhe sah ich dem Johlen entgegen und es fiel mir schwer nicht wütend zu werden. Es wäre zu leicht gewesen. Zu einfach. Und zu verhängnisvoll. In solchen Situationen konnte man nur die Ruhe bewahren oder man war tot. Trotzdem war ich heilfroh, dass es Otis war, der den Gegenangriff einleitete. Dass er provozierte. Ohne dass ich ihm hätte sagen müssen wo der wunde Punkt lag. Dafür war Otis viel zu gut darin, Situationen zu durchschauen. Verfluchter Bastard eben.
Und von einem Moment auf den anderen hatte Otis unser Ziel erreicht. Es ging schnell. Das Narbengesicht griff an. Cyneburg sprang ihm aus dem Schatten an die Kehle. Der zweite wurde von Otis außer Gefecht gesetzt. Und da kam der nächste. Stück für Stück, einer nach dem anderen. Ich löste das Messer von Doyles Kehle, drehte es erneut um und rammte das Griffteil gegen seine Schläfe. Ich ließ ihn los, er sackte bewusstlos in sich zusammen. Für den Moment. Zeit mich unseren Freunden zuzuwenden. Ich wirbelte das Messer an seiner Schlaufe bis ich den Griff wieder fest in der Hand hielt. Dann fing ich den nächsten ab, der auf Otis losgehen wollte. Das Messer zog durch, riss Haut und Fleisch auf, schnitt über Bauch und Arm des Angreifers. Ich holte aus und trat den O’Connell Drecksack mit dem Stiefel fort als er noch zu überrascht war um zu verstehen was geschah.

