Vielleicht.
Ich war froh darum unten anzukommen. Und es brauchte nur einen kurzen Schluck von der Wasserpumpe im Hof um meine Lebensgeister sachte zurück zu holen. Alles andere würde folgen. Wir würden uns Frühstück bei den Costern holen. Einen Penny für ein gekochtes Ei und Kaffee bei den Frühstückswagen. Wie in alten Zeiten. Auch wenn unser Kaffee in der Bow Street noch aus Pflanzenwurzeln hergestellt worden war. Aber mir wollte der Name des Gesöffs nicht mehr einfallen.
Es war nicht tragisch. Wir schwiegen. Die ganze Straße hinunter und über die nächste Kreuzung. Jackdaw schien immer noch abgelenkt, in vollem Eifer damit beschäftigt, Cyneburg davon zu überzeugen, dass das was sie erzählte wirklich passiert war. Ich hätte es ihr selber nicht geglaubt wenn ich es von ihr gehört hätte. Ich schenkte ihr einen knappen nüchternen Seitenblick. Sie hatte sich wieder in dem vermaledeiten Nackenfell der Hündin eingenistet. Als wäre fliegen zu anstrengend wenn man doch reden musste. Und was sie sich um Kopf und Kragen redete. Das Vieh hörte gar nicht mehr auf zu schnattern. Es hätte mein Glück sein sollen, dass es ihr nie geglaubt werden würde. Weder von Cyneburg, noch von Margorys fettem Kater Bentley. Aber selbst mir erschien die Erinnerung jetzt hier draußen in den rußigen Straßen Whitechapels wie ein ferner Traum. Und vielleicht brauchte ich diese Worte, die ich Otis irgendwann rau zu knurrte, einfach um mich daran festzuhalten und mich zu vergewissern, dass all das wirklich passiert war. Mochten sie auch der eine Grund sein, weshalb Cyneburg überhaupt jemals Zweifel kamen ob Jackdaw nicht doch Recht haben könnte mit ihrem Gequassel. Aber die paar Worte waren das wert.
“Wenn du jemals irgendwem sagst, dass ich dich einen Freund genannt habe, bring ich dich um.“ Und bei dieser Abmachung sind wir bis heute geblieben.

