Als hätte ich das nicht schon längst eingesehen, wurde ich von Rhode direkt angefahren als ich wegen den Costers fragte. Immerhin, bei den Costers, bei ihm… die goldene Tür zum Frieden war also doch noch nicht auf ewig verschlossen. Aber wenn ich mir das vorstellte, noch einmal zu Rhode, in dessen Bett schlafen… Ich wäre ihm noch so viel mehr schuldig als wenn ich mich nur bei den Costern abliefern ließ. Die Blöße wollte ich mir nicht geben. Auch wenn der Gedanke an das sichere Bett erschreckend verlockend erschien. Nein, das ging nicht. Aber Rhode fügte noch etwas hinzu. Diesmal leiser aber dadurch nicht minder intensiv und ich hob den Blick. „Aber lass dich nicht so sehen, das vergessen sie dir nämlich nicht.“ Einen Moment sah ich Rhode einfach nur an. Leer und ausdruckslos, wie Jackdaw mir attestierte. Starrte ihn an. Das vergessen sie dir nicht. Otis Rhode gab mir einen Rat. So einen Rat. Und ich starrte ihn an.
Schließlich senkte ich den Blick. Betreten. Befeuchtete meine trockenen Lippen. Nickte, ohne Rhode noch einmal anzusehen. Dagegen konnte ich nichts mehr sagen. Nicht so wie Rhode das gesagt hatte. „Is gut.“, bestätigte ich heiser. Hob dann den Blick, riss mich zusammen, bereit nach da draußen zu gehen. Das beste draus zu machen. Nickte dann, entschlossener. Blickte kurz zu Rhode dann zur Tür. „Lass mich bei den Costern. Is in Ordnung.“ Ich war gefasst. Und ich würde es bleiben. So lange zumindest bis wir hier raus waren. Ich konnte nicht sagen weshalb, aber wenn ein Otis Rhode mich vor den Konsequenzen eines betrunkenen Auftritts in der Leman Street warnte, dann machte mich das unangenehm betreten. Besser wir brachten das schnell hinter uns. Ich zog die Nase hoch. Ich wollte nicht der Partner sein, für den sich Rhode schämen musste. Nicht dafür. Für alles andere, ja. Jederzeit. Aber nicht dafür.


